Alles über Tischtennis und verdienstmöglichkeiten als Profi

Wenn es in Deutschland Sportarten gibt, mit denen man keine hohen Verdienstmöglichkeiten in Verbindung bringt, wird zwangsläufig der Tischtennissport genannt. Dabei haben allerdings wenige Personen genaue Informationen, wie es denn um die Verdienstmöglichkeiten der Profis steht. Ob es nun Spieler wie Jörg Roßkopf in den 90er Jahren waren oder Anfang des Jahrzehnts mediale Zugpferde wie Timo Boll, Tischtennis kam nie über sein Image als Randsportart in Deutschland hinaus und konnte sich niemals als Marke in der Medienlandschaft etablieren. Demnach sind die Gehälter ein großes Fragezeichen unter vielen der Gelegenheitszuschauer. Bei den olympischen Spielen schaut man gerne mal zu, eventuell sogar auch zu den Weltmeisterschaften. Doch wie viel lässt sich davon in den Alltag der Bundesliga übertragen und welche finanziellen Möglichkeiten eröffnen sich den Spielern?

Niedrige Zuschauerzahlen – dennoch hohe Verdienstmöglichkeiten?

Die Mechanismen der Verdienstmöglichkeiten greifen sportübergreifend. Generiert ein Sport hohe Zuschauerzahlen und ist konstant in den Medien vertreten, so kann man mit angemessenen Jahreseinkommen rechnen. Dies ist beim Tischtennis jedoch nicht gegeben. Die Kluft zwischen den Top-Stars und den unbekannteren Spielern der nationalen Ligen könnte daher nicht größer sein. Woran das liegt? Zum einen liegt dies an dem Aspekt, dass es sich beim Tischtennis – trotz des Mannschaftsgedanken und der Vereinszugehörigkeit – mehr oder weniger um eine Einzelsportart handelt.

Die Top-Spieler erhalten außerhalb ihres regulären Teamkalenders zahlreiche Einladungen zu lukrativen Einladungs- oder Showturnieren. Chancen und eine Medienpräsenz, die ein durchschnittlicher Spieler nicht erhält. Der Jahreskalender eines Top-Spielers ist demnach deutlich gefüllter. Und dank dieser Auslastung ist nicht nur ihr Salär höher, auch wird die zugegebenermaßen geringe Medienpräsenz dahingehend genutzt, um neue Sponsoren anzulocken und die Vermarktungschancen zu erhöhen. Auch wenn es keine großen Namen sind, durch geschicktes Marketing lässt sich auch im Tischtennis gutes Geld abseits des Tisches hinzuverdienen.

Der Unterschied zu anderen Top-Athleten aus dem Fußball oder anderen beliebten Ballsportarten ist zwar weiterhin riesig und nicht ansatzweise vergleichbar, dennoch steht man klar vor einigen Sportarten, in welchen die Athleten auf die deutsche Sporthilfe oder Bundeswehr angewiesen sind, um ihren Lebensstandard sichern zu können. Spielraum ist natürlich immer noch gegeben, dennoch sollte man sich nicht wundern, wenn das Jahreseinkommen eines Top-Spielers wie Timo Boll an ihrem Zenit knapp an der Millionengrenze kratzt. Weniger erfolgreiche Spieler müssen da schon eher schauen wie sie ein wenig Geld dazuverdienen können. Oft hilft aber schone das richtige Marketing  gerade online lässt sich da heutzutage einiges machen. Selbst schon gezielte Videos auf Youtube können schon ein gutes kleines Online Einkommen generieren und verbessern gleichzeitig die Bekanntheit des Spielers.

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